Entwurf: Designreserve, Johanna Oberneder und Georg Milde
Kooperationspartner: Regreena, Simeoni Metallbau
Foto: Michael Felder-Fontain
Preis: € 6.365,- inkl. Leinenpolster und hochwertigen Pflanzen

Entwurf: Designreserve, Johanna Oberneder und Georg Milde
Kooperationspartner: Regreena, Simeoni Metallbau
Foto: Michael Felder-Fontain
Preis: € 6.365,- inkl. Leinenpolster und hochwertigen Pflanzen

Der schlichte Lounge Chair mit Metallrahmen aus 15 mm Vierkantstahl ist mit einem recyceltem Leder bezogen. Die warmgewalzte Oberfläche des Stahls mit charakteristischen Zunderschicht verleiht dem Rahmen eine natürliche und authentische Ästhetik. Sitzfläche und Rückenlehne bestehen aus einem einzigen Stück Recyclingleder. Durch einen einfachen Zuschnitt mit einer Reihenlochung wird das ‚Leder‘ von Hand direkt am Stahlrahmen angenäht. Diese handwerkliche Verbindung ist nicht nur funktional, sondern wird gleichzeitig zu einem prägenden und dekorativen Gestaltungselement des Stuhls.
Was ist Recyclingleder? Wir alle kennen Lederprodukte, doch was geschieht mit den Resten, die bei der
Lederverarbeitung entstehen? Lederreste lassen sich nur schwer weiterverarbeiten und sind weder für die
Verbrennung noch für die Kompostierung geeignet. Hier setzt die Idee des Recyclingleder an.
Recyclingleder oder Verbundleder besteht zu etwa 60 % aus Echtlederfasern, 20 % aus Naturlatex, 10 % aus Naturfett und 10 % aus weiteren Rohstoffen, beispielsweise Farbstoffen, Verarbeitungshilfsmitteln und Wasser. Die Lederreste werden zerhackt und fein gemahlen anschliessend mit Wasser, Latex und Fetten zu eine Masse vermischt. Die Masse wird in langen Bahnen gepresst, entwässert und getrocknet.
Auf diese Weise können vorhandene Ressourcen weiter genutzt und die Menge an Lederabfällen reduziert werden.
Größe: 77 x 70 x 70h cm
Entwurf: Klemens Grund
Foto: Michael Felder-Fontain

Die Möbel sind aus einem Projekt von Designreserve und Campus Väre entstanden. In Zusammenarbeit mit den Handwerksbetrieben Tischlerei Geser Andelsbuch und Jodok Felder – Kompetenz in Metall sind die Möbel entstanden.
Ausgangspunkt sind Schülerstühle des Modells „Solid“, die im Zuge einer Schulauflösung aussortiert wurden. Ein Materialteillager rettete sie vor dem Recyclinghof, seither standen sie ungenutzt und ohne Funktion. Im Zuge einer Ausstellung wurden die Stühle neu gedacht: Welches zweite Leben steckt im gebundenen Material? Vier Remix-Entwürfe wurden für Handwerk+Form umgesetzt. Erstens eine Outdoor-Variante: Sitz und Rückenlehne aus Holz wichen aufgeblasenen Metallkissen, die verkratzte Oberflächenbeschichtung wurde durch Feuerverzinkung witterungsbeständig gemacht. Zweitens eine dreifarbige, an die Bauhaus-Ära erinnernde Version, die Farbgebung von Sitzfläche und Gestell sowie die Geometrien von Rückenlehne und Sitzfläche neu interpretiert. Drittens eine Sitzbank mit kleinen Stehtischen, bei der die Metallgestelle zweier Stühle als Tragwerk der Konstruktion dienen. Viertens eine Entry-Couch: Zwei anders gedrehte und verbundene Stühle bilden das Haupttragwerk, das Sitzgestell wird zur Rückenlehne einer kompakten Couch, die sich zu zweit kippeln lässt – und das Schulzeit-Gefühl samt einem imaginären „Nicht kippeln!“ zurückholt.Realisiert mit drei unterschiedlichen Handwerksbetrieben, zeigen die vier Entwürfe, welche Ressourcen in scheinbar ausgedienten Objekten gebunden bleiben. Auch wenn ein Gegenstand nicht mehr „gewollt“ erscheint, lässt sich mit geschultem Blick und Fingerspitzengefühl neuer Wert aus ihm gewinnen.
Liege gepolstert – 160 x x 60 x 70h cm
Bank mit Holzablagen – 210 x 51 x 82h cm
Stühle (gesamt 4 Stk.) – 45 x 45 x 85h cm
Entwurf: Designreserve – Johanna Oberneder und Georg Milde
Foto: Michael Felder-Fontain

Klemens Grund: „Ich wollte als Gestalter schon immer etwas Einfaches und Unverkrampftes schaffen, etwas Bäuerliches, als wäre es an einem Nachmittag aus ein paar Ästen und kleinen Stämmen zusammengezimmert worden.“
Handgewebte Leinenstoffe die früher für Getreidesäcke dienten werden mit einer einfachen Technik über die Konstruktion gespannt. Formal inspiriert hat mich der „Buschl-Stock“.
„Buscheln“ ist ein altes Handwerk aus dem Bregenzerwald. Der Begriff bezeichnet das Zusammenbinden von Ästen, Reisig und Holzscheiten zu einem Bündel mithilfe einer einfachen Holzkonstruktion genannt Buschel-Stock. Dieses Bündel – die sogenannte Buschel – wurde in den Kachelöfen traditioneller Bregenzerwälder Häuser schonend und schadstoffarm verbrannt.
In der Regel reichte eine Buschel für einen Tag. Gleichzeitig bot das Binden der „Buscheln“ den bäuerlichen Höfen früher eine zusätzliche Einnahmequelle.
Größe: 150 x 60 x 90h cm
Entwurf: Klemens Grund
Foto: Michael Felder-Fontain

The Beetle ist ein Ruhemöbel, das eine Rückzugsmöglichkeit für kurzes Ruhen in belebten Bereichen wie Großraumbüros bietet. Mit den faltbaren Dächern kann man sich teilweise oder vollständig zurück ziehen, die Form in geschlossenem Zustand und die Füße erinnern an einen Käfer – THE BEETLE
Material: Esche, Schaumstoff, Möbelstoff, Messing
Größe: 210 x 85 x 130h cm
Entwurf: Cornelius Lingg
Foto: Michael Felder-Fontain

Was braucht ein Material, damit es zu einer Regenjacke werden kann?
SHELL 01 ist ein Materialexperiment. Ein Baumwolltuch wird mit gefärbter Leinölfirnis getränkt und über Wochen getrocknet – eine alte Sattlertechnik, neu eingesetzt. Durch das Ölen und Wachsen wird die Naturfaser wasserabweisend.
Nicht der Entwurf bestimmt das Material, sondern das Material bestimmt die Form. Eine klare Silhouette, große Kapuze, ausgestellte Ärmel und Kordeln entstehen aus seinen Eigenschaften und seiner Funktion.
Das Material wird selbst hergestellt und die Farben individuell gemischt – Naturfaser, Leinöl und Farbe, ohne Plastik.
Eine Regenjacke, die man auf den Kompost geben könnte – sie aber lieber trägt.
Größe: M
Entwurf: Ariane Schedler
Foto: Michael Felder-Fontain


Pöttinger kombiniert Algorithms-Aided Design und traditionelles Handwerk zu einer einzigartigen Tagesliege mit wellenförmiger Oberfläche.
Die schwebende geometrische Struktur verweist auf die Bregenzerwälder Naturlandschaft, zeigt aber auch die innovative Adaption moderner Technik im Handwerk. Pöttinger und Mohr Polster haben bei der Herstellung eng zusammengearbeitet, um die genaue Form der Wellen zu erreichen, die den Benutzer dazu bringen, sich in ihren organischen Formen zusammenzurollen.
(Text: http://www.ein-und-zwanzig.de/preistraeger/windstaerke-5/ )
Entwurf:
Felix Pöttinger
Maße:
180 x 80 x 35h cm
Material:
Eschenholz, schwammgefärbtes Leder, handgemachte Federkernmatratze


Die Sitzmöbel Lisa & Lena sind speziell für Großraumbüros konzipiert. Sie schaffen Privatsphäre und absorbieren Umgebungslärm.
Für Kaffee, Laptop etc. gibt es eine klappbare Holzablage. Stoffe und Farben sind variabel und können auf Ihren Wunsch abgestimmt werden.
Entwurf:
Matthias Bankwitz Architekten
Maße:
75 x 75 x 130h cm
Material:
Holz, Kaltschaum, Loden
Preis:
€ 2.600,- mit Kvadrat Loden Divina